Wenn nichts mehr geht - die Clematis geht immer. In diesem Jahr mal wieder rekordverdächtig.
vor 2 Stunden
Dilettantisches zu Gemüsezucht, Ruhrgebietskram und Dieter
Das hier ist von gestern Abend. Und wir saßen so im Garten, äugten kritisch gen Himmel und warteten darauf, dass sich endlich die Schleusen öffnen. Haben sie aber nicht getan, was so langsam aber sicher zu einem Problem wird. Den letzten ernsthaften Schauer hatten wir am 28. April (siehe unten) - also vor ziemlich genau einem Monat. Am heutigen Tag hat's ein bisschen geregnet, aber viel zu wenig.

Die letzte Woche war ich beruflich bedingt unterwegs, ums Gemüse hat sich die Nachbarschaft aber prima gekümmert. Schönen Dank dafür.
Auch die Sonnenblumen nähern sich langsam einem Zustand, bei dem man darüber nachdenken kann sie an ihren endgültigen Bestimmungsort zu verpflanzen.
Dieter meckert natürlich darüber, dass es zu trocken ist und er Mengen von Leitungswasser im Garten verteilen muss.
Ich selbst meckere da nicht so doll (ich hab' auch nicht soviel Kram zu bewässern), denn das Wetter im Mai bei uns ist rekordverdächtig großartig. Und, der eine oder andere wird nicht so überrscht sein, abends gab's noch ein paar Bier.
Ich war ja schon etwas in Sorge, weil meine unvermeidliche Clematis sich in diesem Jahr zwar durchaus willig in Sachen Wachstum zeigte, mit Blüten war's aber noch nix. Bis gestern. Seit dem gibt's immerhin schon mal ein violettes Friedensangebot. Ist ja auch nicht so einfach in diesem Jahr, weil sie so ziemlich alles, an dem sie hochranken konnte schon in Beschlag genommen hat. Ja, ja, ich weiß - man kann eine Clematis auch mal zurückschneiden... Aber es wird. einen neuen Bodentrieb konnte ich heute auch schon erspähen.
Im Großen und Ganzen läuft's. Ein Großteil des Gemüsekrams ist mittlerweile in seinen finalen Behausungen untergebracht und wächst recht munter vor sich hin. Im seit Jahren sträflich vernachlässigten Blumenkasten gibt's - Bärbel sei Dank - mittlerweile immerhin zwei Wandelröschen, da muss ich dringend noch nachlegen.

Ich finde, sie ist jetzt vorbei. Diese Periode mit den wunderschönen Tagen, aber knackig kalten Nächten. Ich hab' nämlich keine Lust mehr, jeden Abend das junge Gemüse in die Küche zu schleppen und morgens wieder in den Garten. Und das mit den Eisheiligen ist ja nun auch kein Gesetz, sondern eine Empfehlung der Altvorderen. Ergo: Meine Tomaten sind jetzt draußen und bleiben da. Die haben ihren angestammten Platz in großen Eimern und Töpfen unter dem Vordach von Holzregal 1 bezogen, und da bleiben sie jetzt auch. Und weil ich noch einen großen Topf mehr als im letzten Jahr brauchte, hab' ich jetzt einen Ahorn über. Vielleicht will den ja jemand haben: wenig Laufleistung, mäßig gewartet, aber trotzdem ganz gut in Schuss - noch.
Außerdem war ich ein bisschen fleißig und hab' das Brennholzprovisorium endlich entsorgt, respektive an den dem Zeugs eigentlich zugedachten Platz geräumt:
Jetzt gilt es zwei Quadratmeter Rasen zu restaurieren, aber das wird schon gehen. Nach dem der erste knackige Winter vorbei ist kann ich übrigens behaupten, dass "Brennholzregal mk II" ein Volltreffer war. Das Ding funktioniert, ist stabil und hat noch keinerlei Schwachpunkte gezeigt.